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Mystische Orte der Schorfheide – Gravelbiketour

Graveln zwischen Werbellinsee und Döllnsee

Das Wetter mit seinen eisigen Windböen und den vereinzelten Graupelschauern ließ uns dann mal wieder relativ Windgeschützt mit den Gravelbikes in die Schorfheide eintauchen.
Los ging’s wie immer hier am Schloss Hubertusstock. Nochmal zum Großdöllner See und ne Runde drumherum stand auf dem Plan. Kurz nach den Königslinden hier in der Schorfheide trafen wir den zuständigen Revierförster für diesen Abschnitt und wir hielten wirklich ein sehr sehr langes Pläuschchen. Irgendwie kannte man sich vom Sehen her ja schon ein wenig. Auf jeden Fall haben wir sehr sehr viel über die Schorfheide erfahren. So auch, dass hier inzwischen sehr viele Wolfsrudel zu Hause sind. Wo genau sich tagsüber die Wildschweine aufhalten. Wie sich Wildschweine gegenüber Menschen verhalten und das hier in der Schorfheide gerade der Schwarzstorch brütet. Übrigens kennen wir die Stelle wo das Schwarzstorchpärchen brütet. Und seit dem Gespräch mit dem Revierförster, wo wir erfuhren wie Scheu diese Vögel sind, meiden wir diesen Nistplatz und umfahren ihn. Der Schwarzstorch ist vom Aussterben bedroht und die extreme Waschbärenpopulation sorgt u.A. auch dafür, dass dies weiter so bleibt. Der Waschbär plündert quasi deren Nester. Aber nicht nur die vom Schwarzstorch. Jedenfalls hier in der Schorfheide hat der Revierförster die Brutstelle gegen Waschbären rechtzeitig sichern können.
Aber nicht nur das. Seit dem Gespräch wissen wir jetzt auch, welche Hochsitz/Jagdkanzel für Erich Honecker und Günter Mittag reserviert war. Und ab wann an dieser Stelle das Damwild zu sehen ist.
Gut. Genug vom „Schnaggen“. Weiter durch die Schorfheide zum Döllnsee und hier gleich eine Runde herum.
Wie ich wohl schon in vorangegangenen Blogeinträgen erwähnt habe, ist an sonnigen Tagen der direkte Uferweg schwer zu befahren, da viele Wanderer sich auf der Strecke befinden. Und man will ja Niemanden umfahren. Nicht so am heutigen Tag. Bei dem Wetter bleibt alles brav zu Hause. Gut für uns. Also freie Bahn auf dem Singletrail rund um den Großdöllner See. Macht echt Spass mal so extrem zu Graveln.
Auf der Umrundung um den Döllnsee kommt man zum Einen vorbei an der Hotelanlage Döllnsee. Auf diesem Gelände befindet sich das ehemalige Gästehaus von Hermann Göring. Nach dem Krieg (kurzzeitig noch als FDJ Herberge genutzt) zog dort Walter Ulbricht ein und wohnte dort bis zu seinem Ableben. Unten am Seeufer findet man das alte Badehaus von Herman Göring. Dies wurde bei der „Selbstzerstörung“ von Carinhall verschont und auf Geheiß von Ulbricht an die andere Uferseite mit Flößen rüber geschafft und fristet seither dort sein Dasein.
Weiter auf dem Uferweg rumgegravelt und vorbei am ehemaligen Landsitz von Hermann Göring, dem Carinhall. Benannt nach seiner ersten Ehefrau Carin Göring geborene Freiin Fock, geschiedene von Kantzow.
Göring hatte hier seiner Frau Carin ein Mausoleum erbauen lassen. Daher der Name Carinhall.
Auf der Tour sind noch einige Spuren der alten Bunkeranlage zu finden. Die meisten unterirdischen Einrichtungen, welche noch ganz gut erhalten waren, wurden zugeschüttet. Eine Geschichtstafel und ein Felsstein erinnern an diesen Ort. Einzig erhalten sind noch die Torwächterhäuschen auf der Ostseite des Geländes.
Drumrum gefahren, ne Menge gesehen und auf unseren Crossbikes ne Menge Spass gehabt. Also wieder zurück zum Hubertusstock. Kurz vor dem Jagdhaus Hubertusstock nochmal einen Abstecher zur ehemaligen Jagdkanzel von Erich Honecker. OK. Schön, schön. Hat man einmal gesehen. Reicht dann auch. Zumindest für dieses Jahr 😃

Also. Allerhand Historisches zu entdecken hier in der Schorfheide und natürlich tolle Gravelbike Strecken und/oder Crossbikestrecken, MTB Strecken… Wie auch immer ihr es nennen wollt. Kurzum bleibt es in jedem Fall RADFAHREN im GELÄNDE 😉

In diesem Sinne

Reingehauen und Hang Loose

Paar Smartfon Pics von der Tour:

Tour auf Komoot:

Graveltour vom Donnerstag 8.April 2021